A

Ablauf Finanzsanierung

Viele interessierte Kunden fragen sich, wie eine Finanzsanierung eigentlich abläuft, mit welchen Partnern man es zu tun hat und wie man als Kunde betreut wird? Sie geniessen bei den seriösen Anbietern das Privileg eines Mandanten und einen vertraglich geregelten Konsumentenschutz.

In der Regel erfolgt der erste Kontakt über einen Vermittler. Der Kunde erteilt diesem schriftlich das Mandat für die verbindliche Vermittlung einer rechtsgültigen Finanzsanierung. Bei Erfolg fällt für den Auftraggeber (Kunden) eine „Provision“ oder „Vermittlungsgebühr“ an, die er an den Vermittler entrichtet. Der Kunde erhält die Vertragsdokumente, die er an den Finanzsanierer unterzeichnet retourniert. Die Finanzsanierung kann vollzogen werden. Der durchführende Partner erfasst alle Verbindlichkeiten und Zahlungsforderungen der Gläubiger. Im Auftrag des Kunden verhandelt er Vergleiche und Reduzierungen, um die Schuldenlast insgesamt verringern und die monatlichen Tilgungsraten im Sinne seines Mandanten herabsenken zu können. Die Tilgung läuft über einen fest definierten Zeitraum. Der Finanzsanierer kontrolliert die regelmässigen Zahlungen seines Mandanten und bedient damit die offenen Forderungen. Die Finanzsanierung schliesst mit der letzten Zahlung ab. Der Kunde ist schuldenfrei.

Allgemeine Vertrags Bedingungen (AVB) 

Verträge gehören zu ordentlichen kaufmännischen Geschäftsabwicklungen, die Wert auf Personen, Produkt- und Leistungsschutz legen.

Die Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB) regeln die Rechte, Pflichten und Ansprüche der Geschäftspartner (Unternehmung und Kunde). Sie sind fester Bestandteil bei Vertragsabschlüssen über eine Finanzsanierung. Sie sind die rechtliche Grundlage, auf der der Abschluss zwischen Finanzkunde, Vermittler und Finanzsanierer stattfinden. Sie schützen sowohl den Anbieter als auch Kunden.

Anbieter Finanzsanierung 

Immer wieder fragen sich Konsumenten, wer hinter den Firmen für Finanzsanierung steckt, ob sie mit traditionellen Finanzinstituten vergleichbar sind und was sie leisten. Es sind zwei Anbieterkategorien zu unterscheiden. Auf der einen Seite die Unternehmungen, die eine Finanzsanierung vermitteln und auf der anderen die Unternehmungen, die Finanzsanierer, die sie abwickeln und durchführen. Die Vermittler kooperieren mit Netzwerken europäischer Finanzpartner, die sich auf die Durchführung von Finanzsanierungen und Schuldenregulierungen spezialisiert haben. Da sie unabhängig von den Bestimmungen und Regularien sind, die für Bankinstitute gelten, sind sie flexibler in ihrer Angebots- und Leistungsvielfalt. Sie können das Thema Risikoeinstufung des Kunden völlig anders handhaben. Dass jeder, der anfragt ein Angebot erhält, ist kein Automatismus. Die Netzwerke sind gut organisiert und wissen, welche Kunden Mehrfach- und unseriöse Anfragen stellen. Die Ernsthaftigkeit des Kunden, wirklich schuldenfrei werden und seine Finanzprobleme in vertrauensvoller Kooperation mit dem Finanzsanierer lösen zu wollen, ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und ein effizientes Ergebnis. Der Vermittler aktiviert den geeigneten Partner für den Kunden, jener führt die Finanzsanierung im Sinne und gemäß Schuldsummenanfrage des Kunden durch. Der Kunde wird vom Antrag bis zum erfolgreichen Abschluss der Finanzsanierung durchgängig betreut und hat immer einen kompetenten Kontakt, an den er sich wenden kann. Seriöse Finanzfirmen weisen stets darauf hin, dass sie kein Kreditgeschäft betreiben. Sie arbeiten auf der Grundlage einer schriftlichen Mandatserteilung und von Verträgen. Der Kunde kann im Rahmen des Konsumenten- und Vertragsschutzes das Mandat zurückziehen und den Vertrag stornieren.  

Anbieterscreening 

Wie können Konsumenten sich sicher sein, dass sie mit einem seriösen und zuverlässigen Unternehmen zu tun haben? Gibt es Kriterien oder Anhaltspunkte, die Aufschluss geben?

Wer eine Finanzsanierung abschliessen will, findet in der Regel ausreichende Informationen über den Anbieter. Auf den meisten Webseiten der Finanzfirmen sind Kundenbewertungen zu finden. Auf beliebten Kundenportalen wie www.finanzsanierung.ch sind Warn- und Empfehlungslisten zu finden. Qualitätsmerkmale sind die Art der Beratung (Kompetenz, Freundlichkeit, Kundenorientierung), die Unterlagen (Anschreiben, Informationsmappe, Broschüre, Verträge), der Workflow (Bearbeitung, Bewilligung, Zahlungsservices), Reaktionszeiten auf Kundenanfragen (Telefon, E-Mail, SMS). Seriöse Firmen machen keine Scheinangebote – wie nicht einlösbare Kreditversprechen – sie sprechen unmissverständliche über ihre Finanzdienstleistung der Finanzsanierung (kein Kreditgeschäft).

Bei allen positiven und negativen Kommentaren, die im Internet zu finden sind, es gibt keine 100%ige Sicherheit für Seriosität und Zuverlässigkeit. Erfahrung ist meist der einzige Weg, sich zu überzeugen. Unternehmen, die auf der Grundlage von Verträgen arbeiten, räumen dem Kunden ein Kündigungs- und Stornierungsrecht ein. Insofern ist Konsumentenschutz gegeben.

Antrag Finanzsanierung 

Häufig sind Interessenten an einer Finanzsanierung ganz erstaunt, wie einfach und schnell der Prozess mit dem Antrag und der Bewilligung abläuft. Sie fragen sich, warum das so ist.

Die bürokratischen Hürden sind für „nicht kreditwürdige“ Finanzkunden in der Finanzbranche sehr hoch. Sie werden nach Bonitäts- und Risikokriterien eingestuft und meistens abgelehnt, wenn sie diese nicht erfüllen. Sie scheitern an Verwaltungsbestimmungen und den Vorgaben des Konsumkreditgesetzes.

Firmen für Finanzsanierung haben das Verfahren für ihre Finanzdienstleistung verschlankt und vereinfacht. Auf den Unternehmensseiten der Anbieter steht für die User ein Onlineformular zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung. Der Kunde gibt die relevanten Daten ein, die im Sinne der europäischen Datenschutzverordnung (DSGVO) für die Bearbeitung und Prüfung des Antrags verwendet werden.

Moderne Anbieter bieten eine Upload-Funktion für die erforderlichen Unterlagen an, die der User einscannen und sofort hochladen kann. So kommt alles gleichzeitig im Office des Kundencenters an und kann direkt geprüft werden. Ein bewilligtes Angebot erhält der Interessent in der Regel nach 1 bis 2 Tagen. Viele der Firmen garantieren zwar ein Angebot, aber einen Rechtsanspruch darauf hat der Kunde nicht.

Armut-/Armutsgrenze 

Der Weg von Schulden in die Überschuldung und an die Armutsgrenze ist kurz. Vielen Betroffenen ist eigentlich nicht klar, dass sie wirtschaftlich gesehen, sich in einer Armutssituation befinden. Spätestens an diesem Punkt sollte man, sofern ein Einkommen vorhanden, ist eine Finanzsanierung ins Auge fassen.

Gemäss Bundesamt für Statistik (BfS) fallen rund 7,5 Prozent der Menschen in der Schweiz (ca. 615'000 Personen) unter die Kategorie „Armut“ (Stand: Mai 2018). Die Armutsgrenze liegt bei durchschnittlich 2‘247 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 3‘981 Franken pro Monat für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren.

Armut in Wohlstandsgesellschaften beginnt da, wo die Ausgaben dauerhaft die Einnahmen übersteigen („Überschuldung“) und das Einkommen weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens beträgt. Die Zahlen zeigen auch, über welche Einkommenshöhe ein „Normalverdiener“ verfügen können muss, um von Finanzinstituten als kreditwürdig eingestuft zu werden. Er muss deutlich über der Armutsgrenze liegen und über ein Durchschnittseinkommen verfügen.

Auskunftsrecht (IKO)

Finanzkunden fragen sich immer wieder, was Banken über ihr Kreditverhalten wissen. So gut wie alles! Jede Kreditanfrage als auch die Kredit- und Zahlungshistorie von Kreditnehmern wird dokumentiert und in der IKO-Datenbank archiviert. Es ist ein gläsernes System, das dem Kreditgeber sämtliche, notwendigen Informationen zur Bonität und für seinen Kreditentscheid liefert.

Die Informationsstelle für Konsumkredit (IKO) ist ein Verein, der im Sinne von Art. 23 des Bundesgesetzes über den Konsumkredit (KKG) vom 23. März 2001 geführt wird. Als Evidenzzentrale müssen der IKO sämtliche Daten gemäss Meldepflicht aus Art. 25 bis 27 KKG gemeldet werden. Die IKO erfasst alle Informationen von Kreditgebern über Kreditnehmer. Einen Zugriff auf die Datenbank der IKO haben nur Kreditgeberinnen, die Kredit- und Leasinggeschäfte abschliessen. Konsumenten, die einmal einen KKG-unterstellten Konsumkreditvertrag abgeschlossen haben, können einen Datenbankauszug mit den Einträgen zu ihrer Person mit dem Onlineformular auf der IKO-Webseite bestellen (https://www.iko-info.ch/).

 

B

Bankprodukte / Finanzprodukte

Wieso kann die Finanzsanierung auf eine Bonitätsüberprüfung verzichten? 
Weil es bei der Finanzsanierung nicht um kapitalgebundene Produkte und vermögensbildende Leistungen wie bei Konsumkrediten, Darlehen, Fonds und Depotgeschäfte geht. Finanzprodukte und Vermögensmanagement obliegen FINMA-registrierten Finanzinstituten (Regional- und Kantonalbanken, Privatbanken und Kreditinstituten). Diese sind berechtigt, entsprechende Abschlüsse und Leistungen mit Privat- und Gewerbekunden sowie Institutionen zu tätigen. Zu den nicht kapitalgebundenen Finanzdienstleistungen zählen u.a. die Finanzsanierung und die Schuldenregulierung.

Barkredit 

Wird ein Barkredit auf dem Konto bereitgestellt oder kann man ihn sich auch auszahlen lassen.
Es ist richtig, dass ein Barkredit dem Darlehensnehmer sofort in bar ausgezahlt werden kann. In der Praxis wird der Barkredit meistens jedoch als ein Dispositionskredit gehandelt, der kurzfristig auf dem Girokonto eingeräumt wird und über den der Kreditnehmer sofort verfügen kann. Die Vergabe eines Barkredits ist an regelmäßige Gehaltseingänge gebunden. Die Bank kann den Dispositionskredit jederzeit kündigen. Vor allem dann, wenn die Bonität des Kunden gefährdet ist.

Beratung Finanzsanierung 

Warum Unternehmungen für Finanzsanierung die persönliche Beratung als wichtigen Teil ihrer Leistungskette sehen. Viele Kunden halten einen Kredit immer noch für das Non plus Ultra zur Lösung ihrer Finanzprobleme. Klappt das nicht, sehen sie sich am Ende ihrer Möglichkeiten. Alternativen kommen ihnen nicht in den Sinn bzw. haben sie kaum Kenntnis darüber. Die Berater klären über die Finanzsanierung als lösungsorientierte Alternative auf, machen die Effizienz, den Ablauf verständlich und welche Kernvorteile der Kunde mit einer Finanzsanierung hat.

Das Kundencenter seriöser Anbieter ist mit einem gut geschulten und häufig aus der Finanzbranche rekrutierten Team besetzt. Es hat die Aufgabe, Kunden über Anfrage, Angebot, Konditionen und Leistungen und Abläufe einer Finanzsanierung und Schuldenregulierung beraten zu können. Sie sorgen für die Qualitätssicherung der Abläufe und Kommunikation – vom Antrag bis zum Vertragsabschluss.

Betreibung

Auf ewig im Griff der Gläubiger und einen Eintrag, der einem vieles verbauen kann. Was können Betroffene tun? Die Betreibung ist die in der Schweiz übliche Form der Zwangsvollstreckung. Sie dient dazu, Geldforderungen von Gläubigern beim Schuldner einzutreiben. Die durchführende Stelle der Betreibung ist das Betreibungsamt. Die Betreibung fusst auf der Grundlage des schweizerischen Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs vom 11. April 1889 (SchKG; SR 281.1). 1997 wurde das Gesetz modernen Verhältnissen angepasst, allerdings ohne grosse Vorteile für den Schuldner. Da das Gesetz keinen Schuldtitel (amtlich erstellter Vollstreckungstitel) wie in Deutschland kennt, kann in der Schweiz jeder jeden ohne Rechtsgrundlage betreiben. Der Schuldner kann beim Betreibungsamt einen Rechtsvorschlag einbringen.
Kann der Schuldner die Geldforderung nicht vollständig tilgen, erhält der Gläubiger einen Verlustschein, der eine Gültigkeit von 20 Jahren hat. Der Gläubiger kann den Schuldner solange neu betreiben, bis der Verlustschein verfallen oder die Forderungssumme getilgt ist. Betreibungen werden mit einem Eintrag im Betreibungsregister erfasst, der für 5 Jahre aktenkundig bleibt. Zu Unrecht Betriebene können ihn nach 3 bis 5 Monaten entfernen lassen, nachdem die 2017 beschlossene Novelle des Gesetzes endlich in Kraft getreten ist.
Wer einen juristischen Rat wünscht, sollte im Falle einer Betreibung sich an einen Anwalt wenden oder eine Schuldenberatungsstelle.

Bewilligung / Genehmigung 

Antragsteller für eine Finanzsanierung werden schriftlich über die Bewilligung / Genehmigung ihrer Finanzsanierung und das damit zusammenhängende Vertragsangebot informiert. Die Offerte ist seitens des Anbieters verbindlich und fix. Der Kunde ist jedoch nicht verpflichtet, sie anzunehmen. Er kann frei entscheiden.
Um eine Finanzsanierung bewilligen zu können, muss ein unabhängiger, auf Seriosität und Kompetenz geprüfter Partner bereit sein, die Finanzsanierung durchzuführen und dem Kunden ein Angebot unterbreiten. Dieses erhält der Interessent über den Vermittler, wenn er die Anfrage über ihn gestellt hat oder vom Finanzsanierer direkt. Die Bewilligung bezieht sich auf die angefragte Schuldsumme. Im Bewilligungsentscheid sind aufgeführt: Gesamtsumme, Konditionen, Höhe der monatlichen Rate, Laufzeit und die Gebühr für das administrative Handling. Die Genehmigung der Finanzsanierung ist verbindlich. Sie ist freibleibend (für einen definierten Zeitraum). Sie gewährt dem Kunden für diese Frist einen rechtsverbindlichen Anspruch auf die Durchführung. Nach Ablauf dieser Frist verfällt das Angebot.

Bonität 

Die wichtigste Voraussetzung für die Kreditzusage ist die geprüfte und tatsächliche Bonität des Kunden. Diese schliesst negative ZEK-Codes aus und bestätigt die Risikofreiheit des Kreditnehmers.
Die Bonität oder Kreditwürdigkeit bezeichnet in der Finanzwirtschaft die Fähigkeit eines Kunden (private oder juristische Person), Schulden in Form eines aufgenommenen Kredits zurückzahlen zu können und zu wollen.
Das bewertet der Kreditgeber (Bank / Finanzinstitut) mittels Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers (Einkommen / Ausgaben / Vermögen) sowohl der vergangenen als auch der zukünftigen. Die Kreditgeber wollen und müssen mögliche Risiken einschätzen und einstufen können. Auskünfte bei der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK), die zur IKO gehört, sind verpflichtend.

Der Kreditnehmer muss einen positiven ZEK-Code haben – also keine Zahlungsausfälle, keine zu häufigen Kreditanfragen, keine Betreibung, keinen Privatkonkurs. Das schweizerische Konsumkreditgesetz (KKG) setzt strenge Massstäbe für die Vergabe von Krediten an. Kunden sollen vor einer möglichen Verschuldung und Kreditgeber vor der Gefahr eines möglichen Zahlungsausfalls bewahrt werden. Der Kunde erhält die Kreditzusage nur, wenn die Bonitätsprüfung positiv ausfällt. 

Budgetcoaching 

Viele der führenden Anbieter für Finanzsanierung und Schuldenregulierung bieten ihren Kunden ein „Budgetcoaching“ an. Sie vermitteln ihm, wie er seine Finanzen besser managen und in Zukunft schuldenfrei bleiben kann. Er lernt Grundregeln der Buch- und Haushaltsführung, aber auch, wie er sich im Falle von Engpässen und bei eventuellen Zahlungsschwierigkeiten verhalten muss. Auch die Bewertung von notwendigen und überflüssigen Ausgaben gehört zum Budgetcoaching ebenso wie die Möglichkeiten einer Rücklagenbildung. Wer Schulden hat, sollte nicht nur die Regulierung, sondern auch den Kapitalaufbau im Blick haben.

 

D

Datenschutz (DS-GVO)

Anbieter für Finanzsanierung sind bei der Verarbeitung von Personendaten dem schweizerischen Datenschutzrecht und der europäischen Datenschutzgrundverordnung – EU-DSGVO gemäss Art. 6 Abs. 1 DSGVO – verpflichtet. Kunden haben u.a. jederzeit das Recht auf eine unentgeltliche Auskunft über ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, über den Zweck der Datenverarbeitung sowie ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten. User der Seiten finden einen Hinweis auf den Verantwortlichen für den Datenschutz und eine Kontaktadresse, an die er sich wenden kann.

Darlehen 

Ein Darlehen wird einem Darlehensnehmer für eine gewisse, vorher vereinbarte Zeit überlassen. Dies können Geld- aber auch Sachdarlehen sein. Eine weitere Form sind Verbraucherdarlehen oder auch Konsumkredit die zwischen dem jeweiligen Verbraucher und einem Unternehmen geschlossen werden. Hierbei handelt es sich um die Finanzierung verschiedenster Konsumgüter.

Darlehen von Privat 

Mit einer Anfrage über Kreditportale wie Cashare oder Creditgate24 können viele private Geldgeber, Anleger und Investoren auf dem Kredit Markt erreicht werden. Der Interessent kann in aller Ruhe ein für ihn passendes Kreditangebot von einer Privatperson auswählen und sich im Rahmen einer Anfrage der Bonitätsprüfung hingeben.

Kreditnehmer erfreuen sich neben einer zügigen und vereinfachten Abwicklung auch einer schnellen Auszahlung, die bei Privatkrediten im Bestfall innerhalb eines Werktages erfolgt. Beide Parteien geniessen das Privileg, Zinssätze vereinbaren zu können, die im Normalfall weit untern denen von Bankangeboten liegen. Es entsteht somit eine „win-win Situation“, von der alle Beteiligten profitieren. Das wiederum erklärt, warum Darlehen von Privat heute aktueller sind denn je.

Worüber sich ein Interessent für Darlehen von Privatpersonen bewusst sein sollte, ist die Tatsache, dass es keine Garantie für das zustande kommen eines Vertrages gibt. Es gibt Fälle, in denen die Einlagen von Investoren nicht ausreichen, um ein Projekt zu finanzieren. Der Antragstellende hat damit ein gewisses Ausfallrisiko zu tragen. Bei einer Finanzsanierung hingegen, gibt es weder eine Bonitätsprüfung noch ein Ausfallrisiko. Die Erfolgschancen sind hier besonders für verschuldete Menschen deutlich höher.

Dispositionskredit 

Bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf räumen Banken einen Dispokredit für das Girokonto ein, vorausgesetzt es gibt regelmässige Gehaltseingängen. Dies geschieht häufig automatisch. Es gibt dazu keinen separaten Kreditvertrag. Das Kreditinstitut kann den Dispo jederzeit wieder streichen.

Die Höhe des Dispositionskredits beläuft sich in der Regel auf das zwei- bis Dreifache des monatlichen Nettogehalts. Der Dispo ist einer der teuersten Kredite (hohe Zinsen). Die einfache Nutzung des Dispos verleitet leicht zu Ausgaben, für die die nötige Liquidität nicht vorhanden ist. Manche Girokontoinhaber verlieren da leicht den Überblick. Dies kann der Beginn einer Schuldenspirale sein.

 

E

Einkommensnachweis

Ist das nicht wie bei einer Bank! Nein ist es nicht.
Die Unternehmungen für Finanzsanierung verlangen in der Regel einen Lohnachweis für die Bearbeitung des Antrags. Wie in der Finanzbranche allgemeinhin üblich, muss der Antragsteller ein regelmässiges Einkommen nachweisen. Allerdings entfällt die Bonitätsprüfung. Bei vielen Firmen kann der Kunde den Nachweis hochladen. Alternativ kann er eine Kopie per Fax oder E-Mail zusenden.

Etatverwaltung / Haushaltsführung 

Was sind die hauptsächlichen Gründe für Verschuldung? Wieso reicht es in viele Haushalten nicht mit dem Einkommen? Was sind die häufigsten Fehler im Umgang mit den eigenen Finanzen?

Der Umgang mit den eigenen Finanzen wird von verschiedensten Faktoren beeinflusst. Doch im Kern entscheidet jeder Konsument selbst und eigenverantwortlich, wie er sein verfügbares Kapital investiert und ausgibt. Bei Personen mit Schulden, die ganz unterschiedliche Ursachen haben können, gibt es ein paar Standardmuster, die immer wieder auftauchen. Wie die fehlende Finanz- und Haushaltsplanung. Wie das Geld reinkommt, so wird es ausgegeben. Häufig auch über den Haben-Status hinaus, dann ins Saldo. Vermeintlich attraktive Konsumentenangebote und zinsgünstige Kleinkredite werden in Anspruch genommen ohne Planungshorizont. „Kann ich mir das auf Dauer leisten,“ fragen sich die Wenigsten. Kaufen auf Pump ist eine weitere Ursache für das Schuldenmachen.
Deshalb beraten und betreuen die Experten für Finanzsanierung ihre Mandanten auch in der Haushaltsführung und unterstützen sie bei der wirtschaftlichen Etatverwaltung. Eine wichtige Leistung, um die Finanzlage wieder in den Griff zu kriegen und zu festigen.

Existenzminimum 

Die Berechnung des Existenzminimums ist nicht einheitlich geregelt. Je nach Grund, weshalb jemand finanzielle Probleme hat und nicht mehr über die Runden kommt, ist das Existenzminimum anders definiert.
So wird für eine überschuldete Person ein höheres Existenzminimum festgelegt als für jemanden, der Bezüger von Sozialhilfe ist. Reicht die AHV- oder IV-Rente nicht aus, können Ergänzungsleistungen beantragt werden. So kommt man auf ein weit höheres Existenzminimum als Sozialhilfebezüger. Die Unterschiede beim Existenzminimum sind umstritten. In der Schweiz gibt es keine Instanz, die für eine einheitliche Festlegung der Existenzminima zuständig ist. Es variiert auch von Kanton zu Kanton. Bei der Pfändung darf nur so viel gepfändet werden, dass dem Gepfändeten ein Existenzminimum verbleibt.
Lt. SchKG von der Pfändung ausgeschlossen: für einen alleinstehenden Schuldner 1‘200 Fr.; für einen alleinerziehenden Schuldner 1‘350 Fr.; für ein Ehepaar, zwei in einer eingetragenen Partnerschaft lebende Personen oder ein Paar mit Kindern 1‘700 Fr.; Unterhalt der Kinder: für jedes Kind im Alter bis zu 10 Jahren 400 Fr.

 

F

Finanzanalyse

Eine Leistung, die der erste entscheidende Schritt zur Finanzlösung ist und die Grundlage für Vergleichsgespräche mit Gläubigern. Es kommt immer wieder vor, dass Schuldner weder den genauen Stand Ihrer Schulden und Verbindlichkeiten noch den Überblick über Ausgaben und Einnahmen haben. Viele resignieren wegen des Finanzchaos und blenden die Details aus. Die Finanzanalyse ist der erste Schritt zu Übersicht, Struktur und zur Lösung. Es werden alle Einnahmen, Ausgaben, Kostenpositionen und Verbindlichkeiten sowie der komplette Schulden-/Saldenstatus erfasst, um die Finanzsanierung entsprechend aufsetzen zu können. Die Finanzsanierer nehmen Gespräche mit den Gläubigern auf, um ihnen ein Vergleichsangebot machen zu können. Die Finanzanalyse ist die Grundlage für die Erstellung des Finanz- und Tilgungsplans sowie die Gespräche mit den Gläubigern.  

Finanz- / Tilgungsplan 

Der Finanz- und Tilgungsplan enthält die komplette Schuldsumme inkl. Vermittlungsprovision für den Erfolgsfall, die monatlichen Finanzsanierungsraten und die Laufzeit (in Monaten). Es sind Laufzeiten von 12 bis zu 84 Monaten und länger möglich.  

Finanzinstitut 

Ein Finanzinstitut ist eine Einrichtung, die Finanzdienstleistungen anbietet und finanzielle Transaktionen für Privat- und Firmenkunden leistet. Dazu zählen: Banken, Broker, Investmentfonds und Versicherungen. Finanzinstitute sind reguliert. Die staatliche Regulierung ist durch Gesetze gegeben. Finanzaufsichtsbehörden wie die FINMA kontrollieren die Finanzinstitute.  

Festzinshypothek 

Bei einer Festzinshypothek handelt es sich um einen Zinssatz. Dieser Zinssatz hat eine Gültigkeit über eine bereits festgelegte Zeit bei einer Finanzierung. 

Finanzintermediär 

Im Schweizer Finanzwesen gelten „als Finanzintermediäre nach Art. 2 Abs. 3 GwG (Geldwäschereigesetz) Personen, die berufsmässig fremde Vermögenswerte annehmen oder aufbewahren oder helfen, diese anzulegen oder zu übertragen. Zusätzlich bezeichnet das GwG exemplarisch diverse Tätigkeiten und Dienstleistungen wie das Kreditgeschäft, Dienstleistungen im Zahlungsverkehr, Geldwechsel oder die Vermögensverwaltung als bewilligungspflichtige finanzintermediäre Tätigkeiten“ (siehe www.finma.ch/de/bewilligung/direkt-unterstellte-finanzintermediaere-dufi/).  

Finanzmanagement/-planung 

Finanzmanagement/-planung ist der kontrollierte, vorausschauende Umgang mit den eigenen Finanzen, der auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet ist. Das heisst ein Saldo auf dem Konto zu vermeiden und Überziehungen zeitnah auszugleichen.  

Finanzsanierung 

Was unterscheidet die Finanzsanierung von den Leistungen einer Bank und deren Kapital- und Kreditleistungen? Die Finanzsanierung ist eine strukturelle Lösung, die bei Verschuldung, Überschuldung und durch Finanzproblemen bedingt durch Betreibungen, Inkasso und Gläubigerforderungen von Privat- und Gewerbekunden in Anspruch genommen wird. Die Finanzsanierung ist keine dem Kreditgeschäft ähnliche Finanzdienstleistung, wie Banken sie erbringen. Sie berät und begleitet den Kunden bei der Schuldenregulierung und ermöglicht somit die Sanierung seiner Finanzen. Der beantragte und bewilligte Finanzsanierungsbetrag wird zur Tilgung von Schulden und Verbindlichkeiten verwendet. Der durchführende Finanzpartner wickelt das für den Kunden ab. 

Finanzsanierung ohne B, C- oder G Bewilligung 

Die Alternative zu Krediten mit B, C- und G-Bewilligung ist die Finanzsanierung. Ausländische Bürger können diese Finanzlösung beantragen. Es reicht die Vorlage des gültigen Identitätsnachweises und der Lohnabrechnung. Betreibungen, Pfändungen oder Bonitätsnachweis sind nicht notwendig für die Antragsstellung und Bewilligung. Jetzt Finanzsanierung anfragen. 

Finanzsanierungsprüfung 

Sie müssen nicht lange auf einen Bescheid warten. Mit modernen Technologien und schlanken Prüfungsverfahren entscheiden Finanzsanierer schnell über Ihre Anfrage. Der Aufwand ist gering, um eine qualitatives, individuelles Angebot zu erhalten. Mit der Onlineanfrage kann der User direkte einen Lohn- und Identitätsnachweis (Scan) mitsenden. Die Anbieter prüfen die Angaben ohne Nachfrage bei ZEK, Schufa oder KSV und leiten den Antrag an infrage kommende Finanzsanierer weiter. Im Schnitt kann der Antragsteller mit einem Angebot innert 24 Stunden rechnen.  

Finanzsanierungsvertrag 

Der Finanzsanierungsvertrag beschreibt die Leistungen, legt die Zahlungskonditionen, Monatsraten sowie die Laufzeit fest. Er regelt die Rechte und Pflichten der Geschäftspartner (Kunde / Finanzdienstleister) sowie das Kündigungs- /Stornierungsrecht. Der Finanzsanierungsvertrag garantiert Konsumentenschutz und den Schutz seiner persönlichen Daten. 

FINMA 

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) nimmt als unabhängige Behörde über den schweizerischen Finanzmarkt „hoheitliche Befugnisse über Banken, Versicherungen, Börsen, Effektenhändler, kollektive Kapitalanlagen, deren Vermögensverwalter und Fondsleitungen sowie Vertriebsträger und Versicherungsvermittler“ wahr. Die Behörde setzt sich für den Schutz der Gläubiger, Anleger und Versicherten sowie für den Schutz der Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte ein. Ein Überwachungsinstrument der FINMA ist die Bewilligung u.a. für Banken / Finanzinstitute, auf dem Finanzmarkt tätig zu werden und diese zu überwachen. Die FINMA hat dafür zu sorgen, dass die Finanzmärkte funktionsfähig bleiben.

 

G

Gläubiger 

Als Gläubiger wird die Person bezeichnet, die einen meist finanziellen Anspruch gegenüber einer anderen Person (Schuldner) hat. Die Rechtsbeziehung zwischen Gläubiger und Schuldner wird als Schuldverhältnis bezeichnet. In einer Betreibung hat der Begriff Gläubiger die Bedeutung ‚Betreibender‘.

Gläubigerverhandlung

Eine Leistung im Rahmen der Durchführung einer Finanzsanierung. Der Finanzpartner tritt im Auftrag des Kunden und per Mandat in Verhandlungen mit Gläubigern ein.
Bei Schulden gibt es immer das Verhältnis „Schuldner-Gläubiger“. Der Gläubiger können Banken, Versicherungen, Krankenkassen, Privatpersonen, Firmen und staatliche Institutionen wie die Steuerbehörde sein. Gläubiger können ihre Forderungen über Inkasso, Betreibungen und Zwangsvollstreckungen geltend machen. Finanzsanierer führen Schlichtungs- und Schuldensenkungsgespräche mit Gläubigern im Sinne einer Lösung zur Begleichung ausstehender Forderungen. Die Finanzsanierung ist ein strukturelles Lösungsangebot, das auf Akzeptanz stösst.
Die Finanzsanierung ist ein Angebot an Gläubiger, um die Situation zu entschärfen und einen einvernehmlichen Konsens herbeizuführen.

Grauer Markt 

Unter Grauer Markt versteht man einen Handel mit Gütern über Vertriebswege, die keiner direkten gesetzlichen Kontrolle unterliegen und sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen. Im Bereich Finanzdienstleistungen gibt es Anbieter, die Finanzprodukte ausloben, sich aber der Aufsicht und Meldung bei der FINMA entziehen, auch weil sie als Finanzinstitut nicht legitimiert sind. Er ist zu unterscheiden von dem illegalen Handel auf einem Schwarzmarkt.

Gutschrift

Unternehmen für Finanzsanierung gewähren im Rahmen von Neukundenaktionen einen Nachlass bzw. „Bonus“ bei der Vermittlungsgebühr bzw. der Maklergebühr für ihre erfolgreiche Vermittlung einer Finanzsanierung. Dieser „Bonus“ wird als Gutschrift gehandelt. Der Kunde muss dafür keine Rechnung an den Vermittler stellen, sondern erhält ein Bonus bzw. Gutschrift-Zertifikat. Dieses berechtigt ihn den ausgewiesenen Gutschriftbetrag von der zu zahlenden Vermittlungsgebühr abzuziehen.

 

I

Identitätsnachweis 

Kunden, die eine Finanzsanierung abschliessen wollen, müssen Identität und Wohnsitz anhand einer Kopie ihrer Identitätskarte oder Passes nachweisen.

IKO 

Die Informationsstelle für Konsumkredit (IKO) arbeitet eng mit der ZEK zusammen. Die IKO registriert auf Anordnung des Gesetzgebers alle laufenden Verträge und Daten von Kredit- und Leasinggeschäften gemäss Konsumkreditgesetz. Kreditgeber sind zu Meldungen verpflichtet.
Jede Privatperson hat ein Selbstauskunftsrecht und kann u. a. erfahren, welche Eintragungen (ZEK-Codes) gespeichert sind. Der Antrag zur Auskunftserteilung ist an die IKO mit einem unterschriebenen Formular und Beilegung einer Ausweiskopie (ID, Pass, Führerschein) zu richten, die innert 30 Tagen beantwortet wird.  

Inkasso 

Unter Inkasso wird der Einzug von Forderungen bezeichnet. Der Einzug geschieht aufgrund von Ansprüchen Dritter, den Gläubigern.

Inkassofirmen  

Inkassounternehmen übernehmen die Forderungen der Gläubiger, um die ausstehenden Schulden für die Gläubiger einzutreiben. Sie dürfen nur aussergerichtlich tätig werden und arbeiten daher mit Anwälten zusammen. Inkassounternehmen bekommen entweder von den jeweiligen Gläubigern eine Vollmacht, um die Forderungen erheben zu können oder sie kaufen den Gläubigern die Forderungen ab. Der Gläubiger erhält seine ausstehende Forderung vom Inkassobüro und unterzeichnet dafür eine Abtrittserklärung. Neuer Gläubiger ist dann das Inkassounternehmen, welches die Forderungen nun auf eigene Rechnung eintreiben wird.

Insolvenz  

Eine Insolvenz stellt die Situation eines Schuldners dar, der seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern nicht nachkommen kann. Akute oder drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zeichnen die Insolvenz aus. Sie auch Konkurs.

 

K

Kaution 

Die Kaution ist eine Sicherheitsleistung meist in Form eines zu hinterlegenden Geldbetrages. Bei Finanzsanierern kann es für den Mandanten zu einer einmaligen Kautionszahlung kommen. Diese wird im Sinne des Konsumentenschutzes treuhänderisch hinterlegt. Sie dient dazu, im Falle eines Ratenzahlungsausfalls des Mandanten, die Schuldsanierungszahlungen weiter leisten zu können. Die Regelmässigkeit der Zahlungsleistung ist eine mit den Gläubigern vereinbarte Regelung. Auf dieser Basis beruht die erzielte Schuldensenkung.

Kleinkredit

Kleinkredite, auch Barkredite oder Mikrokredite genannt, sind Kredite in geringer Höhe. Die Ausgestaltung eines solchen Finanzproduktes ist nach Land, Kredittyp und der jeweiligen Bank unterschiedlich. Im Schweizer Kreditwesen sind Kleinkredite meist Darlehen von wenigen Hundert bis zu einigen Tausend CHF. In der Regel beantragen Konsumenten einen Kleinkredit für eine kürzere Laufzeit. Manche Anbieter ermöglichen aber auch „Kleinkredite“ bis zu 80.000 CHF und langer Laufzeit. Viele Anbieter werben mit besonders günstigen Zinsen und bieten zudem die Option der Aufstockung eines laufenden Kredits. Bonität und Zahlungstreue sind wie bei allen Krediten vorausgesetzt – auch wenn manche Anbieter bei der Kreditfähigkeitsprüfung nicht immer sehr genau sind.

Konsumentenkredit 

Ein Konsumentenkredit ist ein Kredit an private Haushalte, der nach Gablers Wirtschaftslexikon dem Zweck der Finanzierung eines Güterverbrauchs dient. Ein Konsumentenkredit wird entweder als Ratenkredit über Darlehenskonten oder als Dispositionskredit über Kontokorrentkonten bereitgestellt. Andere Bezeichnungen für den Konsumentenkredit sind Privatkredit, Privatdarlehen, Allzweckdarlehen. Die Laufzeit geht bis zu 72 Monaten. Die Kreditbesicherung ist ein Muss bei jeder regulären Bank. Als Kreditsicherheiten dienen die Abtretung des pfändbaren Teils von Lohn- und Gehaltsforderungen (Regelfall), die Übernahme einer Bürgschaft, bei Ehegatten die Mitverpflichtung des anderen Partners.

Kredit mit B, C oder G-Bewilligung 

Ausländische in der Schweiz lebende Bürger müssen bei Kreditanträgen ähnliche Voraussetzungen erfüllen wie Bürger mit Schweizer Staatsangehörigkeit.
Sie müssen über ein geregeltes Einkommen verfügen und darüber einen Nachweis erbringen.

  • Die Bonität muss gegeben sein und wird überprüft, in der Regel über eine Nachfrage bei der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK).
  • Der ZEK-Code muss positiv sein.
  • Es darf keine Betreibung gegen den Antragsteller vorliegen.
  • Ausländische Bürger müssen darüber hinaus in Besitz einer gültigen Aufenthaltsbewilligung B, C oder G sein.
  • Es muss ein Aufenthalt in der Schweiz von mindestens 6 Monaten gewährleistet sein.

Es bestehen jedoch weitere Voraussetzungen für Kredite für Ausländer und zwar je nach Art der Aufenthaltsbewilligung. Bei den Aufenthaltsbewilligungen ist zu beachten, dass diese sich unterscheiden.

Kredit mit B-Bewilligung

Bedingungen für eine Kreditvergabe mit der Aufenthaltsbewilligung B. Als Ausländer mit B-Ausweis können Sie einen Kredit beantragen, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ihr Ausweis wurde vor mehr als 6 Monaten ausgestellt
  • Kreditantrag bis max. 15'000 CH, bei Besitz B-Ausweis zwischen 6 und 12 Monaten
  • Kreditantrag ohne Limit bei Besitz B-Ausweis länger als 12 Monate
  • Alter ab 18 Jahre bis 65 Jahre
  • Monatliches Mindesteinkommen von CHF 2'600 netto
  • Sie dürfen keiner Betreibung und keinem Verlustschein unterliegen
  • Sie müssen einen Einkommensnachweis über eine nicht-selbstständige Arbeit (Lohnnachweis) oder selbstständige Tätigkeit (Jahresabschluss) erbringen. Bei selbständiger Tätigkeit muss Ihr Wohnsitz in der Schweiz sein und Sie müssen seit mindestens 3 Jahren beruflich tätig sein.

Kredit mit C-Bewilligung

Bedingungen für eine Kreditvergabe mit der Aufenthaltsbewilligung C.
Der C-Ausweis hat den Vorteil, dass er Ausländer bei Kreditanträgen und der Vergabe von Krediten den Schweizer Bürgern gleichgestellt. Es gibt keine zusätzlichen Einschränkungen, jedoch folgende Bedingungen:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Einkommen von mindestens CHF 2’600 netto (approximativ)
  • Nachweis über Einkommen von unselbständiger Arbeit (Lohnausweis) oder selbstständiger Tätigkeit (Jahresabschluss)
  • Keine offenen Pfändungen oder Verlustscheine

Kredit mit G-Bewilligung 

Mit einem G-Ausweis können Sie in der Schweiz einen Kredit für Ausländer anfordern, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Analog zu Schweizer Bürgern und Ausländern mit C-Bewilligung
  • Sie müssen seit mindestens 3 Jahren die G-Bewilligung besitzen
  • Sie müssen in der Schweiz arbeiten
  • Kredit für Arbeitslose 

Für Bürger ohne Einkommen ist es im regulären Markt für Finanzdienstleistungen schwierig bis aussichtslos, einen Kredit zu erhalten. Manche Anbieter ermöglichen eine Kreditaufnahme in einem limitierten Rahmen es, wenn ein Mitantragsteller mit Bonität und Liquidität unterschreibt oder bürgt. Sollte die Bearbeitung bzw. Bewilligung eines Kredites für Menschen ohne Grunderwerb an den Kauf einer Lebensversicherung oder eines ähnlichen Finanzproduktes geknüpft sein, hat es mit einem unseriösen Anbieter zu tun. Im Fall der Arbeitslosigkeit steht die Stabilisierung der finanziellen Lage und Vermeidung einer weiteren wirtschaftlichen Verschlechterung der Situation im Vordergrund. Die Finanzsanierung ist das effektive Lösungskonzept. Sie sichern sich professionelle Schuldenregulierung und Finanzmanagement. Die Konditionen sind an die individuelle Situation angepasst. Langfristig wird die wirtschaftliche Basis wieder gefestigt.

Kredit von Privat 

Das Geschäftsmodell des privaten Darlehens ein gefragtes Finanzprodukt. Manche Kunden nutzen diese Option, um die strengen Bestimmungen der Bank zu umgehen oder weil sie sich bessere Zinsen erhoffen.

Das Geschäftsmodell des Verleihens von Geld unter Privatpersonen wird über entsprechende Online-Plattformen angeboten. Doch Anbieter bzw. Vermittler von Privatkrediten handeln Bank-ähnlich. Die Bonität des Antragstellers wird überprüft und die Rückzahlung des Kreditbetrages muss gewährleistet sein. Die Zinsen variieren je nach Anbieter und Investor, über den der Privatkredit bezogen wird. Auch wenn ein Privatkredit als Form der Kapitalbeschaffung attraktiv erscheint, so trägt er nicht zur Verbesserung der Liquidität bei.

Dieser Kredit wie andere auch kostet Geld und lässt das Schuldenkonto anwachsen. Auf einer gesunden Haushaltsbasis ist ein Privatkredit vertretbar. Kunden, die akute finanzielle Probleme haben, sollten sich diesen Schritt überlegen und eher von den Vorteilen einer Finanzsanierung profitieren. Also Schuldenschnitt und nachhaltiges Finanzmanagement. Mit der Aussicht, in Zukunft ohne Schulden und finanzielle Engpässe auskommen zu können.

Kredit ohne Vorkosten

Über Suchmaschinen findet man unter dem Stichwort „Kredit ohne Vorkosten“ zahlreiche Anbieter, die Barkredite, Eil- oder Ratenkredite anbieten. Häufig ohne Auskunft bei Schufa und ZEK. Bei finanziellen Schwierigkeiten ist im Gegensatz zu einem Kredit ohne Vorkosten die Finanzsanierung die bessere Lösung. Weil Sie Ihre wirtschaftliche Lage nicht zusätzlich durch Kosten, die für jeden Kredit anfallen, belasten.
Die Finanzsanierung ist die wirtschaftliche Alternative und bietet attraktive Vorteile:

  • Schneller Entscheid
  • Ohne Unterschrift des Lebenspartners
  • Ohne Auskunft bei ZEK und Schufa
  • Keine Vorkosten
  • Schuldsumme direkt verfügbar

Kredit ohne Schufa

Unter „Kredit ohne Schufa“ ist der „Schweizer Kredit“ gemeint. Ein Angebot Schweizer Banken ausschliesslich an deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz in Deutschland. Die Bewilligung erfolgt ohne Nachfrage bei der Schufa und ohne Meldung an die Schufa. Die Bonität muss jedoch gewährleistet sein.

Kredit ohne ZEK  

Einen Kredit ohne ZEK-Auskunft gibt es für Schweizer Bürger und Bürgerinnen nicht. Jedes Bankinstitut ist angewiesen, die Vergaberegeln für Kredite an Privatpersonen strengstens einzuhalten. Wer einen Konsumkredit aufnehmen will, muss die Auflagen erfüllen, wie sie das Bundesgesetz über den Konsumkredit (KKG) festgelegt hat.

Das KKG will mit diesen Bestimmungen einer möglichen Verschuldung bzw. Überschuldung des Kreditnehmers vorbeugen. So dürfen Banken keine Kredite an Kunden vergeben, gegen die eine Betreibung vorliegt, die verschuldet sind oder einen negativen Eintrag im Register der Zentralstelle für Kreditinformationen (ZEK) haben. Darüber gibt die ZEK Auskunft. Für das Kreditverhalten des Kunden gibt es unterschiedliche Negativ- und Positivcodes. Die Bank muss bei Kreditanträgen eine Auskunft einholen, um mögliche Risiken eines Verlustes in Form eines Ausfalls von Zahlungen auszuschliessen. Gibt es im ZEK einen Vermerk über unregelmäßige Ratenzahlungen oder nicht vollständig zurückgezahlter Kredite wird der Kreditantrag abgelehnt. Interessenten können bei der ZEK ihre Einträge erfragen. Die Anfrage muss schriftlich zu erfolgen. Das entsprechende Formular kann auf der Webseite des ZEK heruntergeladen werden.

Konsumkreditgesetz (KKG)

Das Bundesgesetz über den Konsumkredit (KKG) legt die Bestimmungen für die Vergabe eines Kredits fest hat. Das KKG will einer möglichen Verschuldung bzw. Überschuldung des Kreditnehmers vorbeugen. Kreditgeber müssen die Kreditwürdigkeit (Bonität) des Kunden bei der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) überprüfen. Sie müssen das Budget des Kreditnehmers prüfen (Mietzins, laufende Zahlungen und Kosten, Einnahmen), ob er imstande ist, den Kredit inert 36 Monaten zurückzuzahlen. Der Antragsteller hat eine Widerspruchsfrist von 14 Tagen. Erst dann darf der Kreditbetrag auf das Konto des Kreditnehmers ausbezahlt werden.

Kreditnebenkosten 

Bei den Kreditnebenkosten handelt es sich um die Kosten, die zu einer Kreditsumme dazukommen.  

Kreditnehmer 

Wer einen Kredit aufnehmen will (natürliche Person) muss volljährig sein, Bonität und regelmässiges Einkommen sowie seine Identität nachweisen.

Kreditgeber 

Sind in der Regel Banken und Kreditinstitute oder private Investoren. Finanzinstitute unterstehen der Aufsicht der FINMA und müssen die Bestimmungen des Konsumkreditgesetzes befolgen.

Kreditsanierung 

Die Kreditsanierung im Bankwesen bietet verschiedene Möglichkeiten, einen Kreditnehmer von notleidenden Krediten von notleidenden Krediten in die Lage zu versetzen, den Schuldendienst für die Kredite wieder gemäss Vertrag zu erbringen. Die Bank hat hier unterschiedliche Möglichkeiten. Unternehmen für professionelle Schulden- und Kreditsanierung übernehmen u.a. Gespräche mit Banken im Auftrag des Schuldners (Mandat), um eine Lösung wie Schuldenerlass zu verhandeln und eine Modus über die Fortsetzung der Tilgung zu vereinbaren.

Kreditschulden 

Kreditschulden, die durch einen nicht vollständig zurückgezahlten Kredit oder bei Stundung der Ratenzahlungen entstehen, müssen zurückgezahlt werden. Es erfolgt eine Eintragung bei der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) und stuft den Score des Kunden (Kredit- bzw. Bonitätsranking) herunter.

Kreditvergleich 

Über unabhängige Konsumentenportale lassen sich die Angebote und Konditionen der Finanzinstitute vergleichen. Kreditrechner spielen in Echtzeit die besten bzw. günstigsten Ergebnisse aus. Kundenbewertungen sind hinterlegt.

Kreditwürdigkeit oder Kreditrating

Eine Kreditvergabe liegt dann vor, wenn sich ein Kreditinstitut dafür entscheidet eine bestimmte Summe dem Kreditnehmer zur Verfügung zu stellen.  

Konsumentenschutz

Der Konsumentenschutz soll die Anliegen und Rechte von Kosumentinnen und Konsumenten schützen. Verträge bei Kaufabschlüssen, Widerspruchsfristen und Stornoregelungen sind Massnahmen im Konsumentenschutz.

Krankenkassenprämien 

Die Prämien der Krankenversicherung werden von den Versicherern berechnet. Das Bundesamt für Gesundheit genehmigt und publiziert die Prämien.
Versicherte haben verschiedene Möglichkeiten die monatlichen Grundversicherungsprämien zu bezahlen. Üblicherweise überweist man die Prämie per Ende Monat. Manche Krankenkassen bieten auch die Möglichkeit der halbjährlichen oder jährlichen Zahlung im Voraus. Entsprechend der Zahlungsweise der Prämien bieten Krankenkasse Rabatte an.
Versicherte erhalten einen Skonto, wenn sie ihre Prämien pro Semester oder Jahr bezahlen. Durch das Vorausbezahlen verringert sich für die Kasse der Bearbeitungsaufwand. Leider bleiben viele Versicherte aber auch die Zahlung der Prämien schuldig. Sie wollen oder können nicht zahlen. Die Zahl der Betreibungen von Krankenkassenprämien steigt.

 

L

Liquidität

Der Begriff kommt aus dem Lateinischen „liquidus“ und bedeutet „flüssig“. Gemeint ist damit ein Vorhandensein von Zahlungsmitteln – im Privathaushalt als auch der Marktwirtschaft.

 

M

Mahnung 

Eine Mahnung ist ein Erinnerungsschreiben. Ein säumiger Zahler wird mit der Mahnung schriftlich auf eine ausstehende Zahlung aufmerksam gemacht. Nach dem Schweizer Obligationenrecht ist die Form einer Mahnung gesetzlich nicht definiert. Sie sollte jedoch auch im Sinne der Nachweispflicht schriftlich erfolgen. Das Schweizer Obligationenrecht (OR) ist Teil des Zivilgesetzbuches (ZGB) und ist das Recht der Schuldverhältnisse. In der Mahnfolge gibt es eine zweite und dritte Mahnung – letztere ist als „letzte Mahnung“ betitelt und droht dem Empfänger bei Nicht-Zahlung in der genannten Frist eine Betreibung an.

Die Grundlage einer Mahnung ist die Rechnung, in der die Zahlungsfrist angegeben ist. Bei Nicht-Einhaltung der Frist, kann der Gläubiger mahnen. Bestreitet der Schuldner die Rechnung und / oder lehnt der die Zahlung ab, kann der Gläubiger direkt eine Betreibung einleiten. Für Firmen ist das Mahnwesen nicht angenehm, mit Verwaltungsaufwand uns unnötigen Kosten verbunden. Konsumenten sollten insofern Zahlungstreue leisten. Ein Anbieter darf seinen Kunden nämlich schon einen Tag nach Ablauf der Zahlungsfrist mahnen. Er kann den Kunden auch gleich betreiben. Eine bestimme Anzahl an Mahnungen vor einer Betreibung ist nicht Vorschrift. Und die letzte Mahnung, falls der Anbieter diesen Weg einschlägt, muss nicht per Einschreiben erfolgen.

In der Mahnung wird in der Regel auf Verzugszinsen (bis maximal 15 Prozent) und mögliche Schadenersatzforderungen bei Nichterfüllen hingewiesen. Da das Mahnwesen gesetzlich nicht geregelt ist kann der Gläubiger nach Fälligkeit direkt betreiben. Es ist nicht einmal eine Mahnung erforderlich. In der Geschäftspraxis halten sich aber die meisten Unternehmen und Dienstleiter an die dreistufige Mahnfolge. Zwischen den Mahnungen liegen meist weniger als 20 Tage. Häufig übergeben Gläubiger die Mahnung und Eintreibung säumiger Zahlungen an Inkassofirmen.
Bei Mahnungen ist genau auf die Formulierungen zu den Zahlungsfristen zu achten. Für die Zahlungsfrist massgebend ist das Empfangsdatum der Rechnung. Zahlbar innert zehn Tagen bedeutet, man hat ab Erhalt der Rechnung zehn Tage Zeit, um sie zu bezahlen.

Mahngebühren 

Inkassofirmen übernehmen das Mahnwesen für Unternehmen und Dienstleister. Sie fahren eine harte Linie und treiben offene Rechnungen auf robuste Weise ein. Die Schreiben sind harsch und setzen Schuldner dermassen unter Druck, dass diese oftmals zu viel bezahlen. Inkassofirmen erheben neben den Verzugszinsen gerne einen so genannten Verzugsschaden (Umtriebe der Inkassofirma). Gemäss Obligationenrecht ist das jedoch nicht erlaubt. Mahngebühren dürfen, obwohl im Gesetz nicht verankert, dennoch erhoben werden. In den Geschäftsbedingungen müssen die Mahnspesen betragsmässig genau beziffert sein (in Franken und Rappen). Falls nicht, können diese vom säumigen Zahler bestritten werden.

Eine Mahnung ist ein Erinnerungsschreiben. Ein säumiger Zahler wird mit der Mahnung schriftlich auf eine ausstehende Zahlung aufmerksam gemacht. Nach dem Schweizer Obligationenrecht ist die Form einer Mahnung gesetzlich nicht definiert. Sie sollte jedoch auch im Sinne der Nachweispflicht schriftlich erfolgen. Das Schweizer Obligationenrecht (OR) ist Teil des Zivilgesetzbuches (ZGB) und ist das Recht der Schuldverhältnisse. In der Mahnfolge gibt es eine zweite und dritte Mahnung – letztere ist als „letzte Mahnung“ betitelt und droht dem Empfänger bei Nicht-Zahlung in der genannten Frist eine Betreibung an.

Die Grundlage einer Mahnung ist die Rechnung, in der die Zahlungsfrist angegeben ist. Bei Nicht-Einhaltung der Frist, kann der Gläubiger mahnen. Bestreitet der Schuldner die Rechnung und / oder lehnt der die Zahlung ab, kann der Gläubiger direkt eine Betreibung einleiten. Für Firmen ist das Mahnwesen nicht angenehm, mit Verwaltungsaufwand uns unnötigen Kosten verbunden.

Konsumenten sollten insofern Zahlungstreue leisten. Ein Anbieter darf seinen Kunden nämlich schon einen Tag nach Ablauf der Zahlungsfrist mahnen. Er kann den Kunden auch gleich betreiben. Eine bestimme Anzahl an Mahnungen vor einer Betreibung ist nicht Vorschrift. Und die letzte Mahnung, falls der Anbieter diesen Weg einschlägt, muss nicht per Einschreiben erfolgen.

In der Mahnung wird in der Regel auf Verzugszinsen (bis maximal 15 Prozent) und mögliche Schadenersatzforderungen bei Nichterfüllen hingewiesen. Da das Mahnwesen gesetzlich nicht geregelt ist kann der Gläubiger nach Fälligkeit direkt betreiben. Es ist nicht einmal eine Mahnung erforderlich. In der Geschäftspraxis halten sich aber die meisten Unternehmen und Dienstleiter an die dreistufige Mahnfolge. Zwischen den Mahnungen liegen meist weniger als 20 Tage. Häufig übergeben Gläubiger die Mahnung und Eintreibung säumiger Zahlungen an Inkassofirmen.

Bei Mahnungen ist genau auf die Formulierungen zu den Zahlungsfristen zu achten. Für die Zahlungsfrist massgebend ist das Empfangsdatum der Rechnung. Zahlbar innert zehn Tagen bedeutet, man hat ab Erhalt der Rechnung zehn Tage Zeit, um sie zu bezahlen.

Makler (Vermittler) 

Makler erbringen eine Beratungs- und Vermittlungsleistung in der Immobilien-, Versicherungs- und Finanzbranche. Sie handeln im Auftrag des Kunden. Für eine erfolgreiche Vermittlung bzw. einen Vertragsabschluss muss der Kunde in der Regel eine Zahlung leisten. Diese wird als „Erfolgshonorar“, „Vermittlungsgebühr“, „Maklercourtage“ oder „Provision“ bezeichnet.

Mandat

Das Mandat für die Vermittlung und / oder Durchführung einer Finanzsanierung ist ein Vertretungsauftrag eines Kunden an den Finanzdienstleister. Dieser wird schriftlich und per Unterschrift des Kunden erteilt. Der Klient nutzt damit die Kompetenz und den Service des Anbieters.

 

N

Nullplan

Der Nullplan ist eine Massnaghme der aussergerichtlichen Schuldenbereinigung. Im Nullplan wird geregelt, dass dem über keinerlei Vermögen oder pfändbares Einkommen verfügenden Schuldner die Verbindlichkeiten erlassen werden. Kann ein Schuldner seinen Gläubigern nichts anbieten, um die Verbindlichkeiten zu begleichen, muss er einen Nullplan vorlegen.

Er muss mit den Gläubigern die aussergerichtliche Einigung herbeiführen, sonst kann er keinen Antrag auf Privatinsolvenz stellen. Für die Einigung mit den Gläubigern empfiehlt es sich dringend, dass der Schuldner sich von einer geeigneten Stelle (Schuldnerberatung) oder einem professionellen Dienstleister für Finanzsanierungen unterstützen lässt. Aussergerichtliche Einigungen mit Gläubigern und Nullpläne gehören zum Leistungsspektrum der Finanzsanierer.

 

O

Onlinekredit 

Onlinekredite sind Angebote von Finanzinstituten, die über Internetportale beantragt und abgewickelt werden. Der Konsument muss keine Filiale aufsuchen. Die Konditionen von Onlinekrediten sind häufig günstiger.

 

P

Pfändung

Wer betrieben wird und nicht zahlt, muss mit einer Pfändungsankündigung rechnen. Meistens wird die Pfändung beim Lohn durchgesetzt, obwohl das Gesetz die Pfändung zuerst bei beweglichen Gegenständen vorsieht. Da eine Versteigerung nicht die damit verbundenen Kosten deckt, und Personen mit Schulden kaum gewinnbringende und verwertbare Gegenstände (Schmuck, Kunstobjekte u. ä.) haben, wird überwiegend die Lohn- und Gehaltspfändung durchgesetzt.

Die pfändbare Quote – das ist der Betrag, der das Existenzminimum übersteigt – wird vom Arbeitgeber direkt an das Betreibungsamt überwiesen (Lohnpfändung). Für den Schuldner ist das suboptimal, da dem Arbeitgeber der Betreibungs- und Pfändungsvorgang nicht verborgen bleibt. Der Pfändungsbeamte kann auch eine „stille Lohnpfändung" akzeptieren, bei der der Schuldner den Betrag selbst überweist und somit der Arbeitgeber nichts erfährt. 

Wie wird der pfändbare Teil unter den Gläubigern aufgeteilt? Die Grundversicherungsprämien der Krankenkassen und deren Kostenbeteiligungsforderungen sind im Pfändungsverfahren favorisiert. Die Krankenkassen bekommen innerhalb einer Pfändungsgruppe das gepfändete Geld als erste Gläubiger. Sollte die Pfändung die Schulden nicht vollständig tilgen, erhalten die Gläubiger vom Betreibungsamt für den Restbetrag einen Verlustschein. Damit kann der Schuldner weiterhin betrieben werden. Der Verlustschein gilt 20 Jahre. Die Gebühren der Pfändung trägt im Übrigen der Schuldner.

Pfändung / Forderungsaufstellung 

Mit einer Mahnung wird der Schuldner daran erinnert, dass er seiner Verpflichtung nachzukommen hat. Der säumige Kunde wird darüber aufgeklärt, welche Forderungen offen sind. Die Forderungen sind in einer Aufstellung transparent und nachvollziehbar aufgelistet. Mandanten, die eine Finanzsanierung in Anspruch nehmen wollen, müssen die Forderungen ihrer Gläubiger erfassen. Sie erhalten dafür ein Saldenformular.

Pfändungsvollzug

Erfolgt der Vollzug im Pfändungsverfahren muss der Schuldner beim Betreibungsamt vorstellig werden, und es wird ihm eine Pfändungsankündigung inklusive der geforderten Belege und die Strafbarkeitsbestimmungen gemäss Art. 90 SchKG zugestellt.
Der Vollzug der Pfändung erfolgt umgehend, es sei denn der Schuldner kann die gesamte Forderung sofort tilgen. Bei der Durchführung der Pfändung muss der Schuldner gemäss Art. 91 SchKG der Pfändung persönlich beiwohnen, dem pfändenden Beamten jede Auskunft über sein Vermögen erteilen, auch über Vermögenswerte, die sich bei Dritten befinden, und dem pfändenden Beamten alle Behältnisse und Räume öffnen. Nach Vollzug der Pfändung erhält der Gläubiger eine Pfändungskurkunde, wenn Vermögenswerte oder Einkommen gepfändet wurden einen Verlustschein nach Art. 115 SchKG, wenn nichts zu pfänden war eine zugestellte Konkursandrohung.

PolyReg

PolyReg ist eine vom Bund anerkannte Selbstregulierungsorganisation (SRO) nach Artikel 24 des Geldwäschereigesetzes. Der Verein nimmt gegenüber den Mitgliedern nach Massgabe seines Reglements die gesetzlichen Aufsichts- und Überwachungspflichten wahr und untersteht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA.
PolyReg ist als Verein organisiert und als unabhängige Selbst-Regulierungs-Organisation beaufsichtigt PolyReg Finanzintermediäre aller Branchen.
Als Finanzintermediär tätige Personen oder Firmen mit Sitz in der Schweiz haben sich einer Selbstregulierungsorganisation anzuschliessen oder müssen über eine Bewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA verfügen.

Persönliche Identifikation – Post „Gelbe Identifikation“

Von Kunden, die mit einem Finanzinstitut und / oder Finanzdienstleister eine Geschäftsbeziehung eröffnen wollen, verlangen diese in der Regel eine echtheitsbestätigte Kopie Ihres Ausweises. Eine echtheitsbestätigte Ausweiskopie können Konsumenten sich in der Filiale der Post ausstellen lassen.

Privatkonkurs

Der Privatkonkurs ist die offizielle Erklärung zur Zahlungsunfähigkeit, die Insolvenzerklärung gemäss Art. 191 Abs. 1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG).
Das Gesetz gibt grundsätzlich jeder überschuldeten Person das Recht, beim Konkursrichter die Eröffnung des Konkurses gegen sich selbst zu beantragen. Ob er dem Antrag stattgibt, muss er dann entscheiden. Der Konkurs kann nur eröffnet werden, wenn keine Möglichkeit zur Schuldenbereinigung besteht (Art. 191 Abs. 2 SchKG).
Beim Privatkonkurs wird das gesamte Vermögens zugunsten aller Schulden liquidiert. Verbleibendes Vermögen wie das eigenes Haus wird verwertet und der Erlös an alle Gläubiger verteilt. Nach der Eröffnung des Privatkonkurses werden die laufenden Betreibungen inklusive der Lohnpfändung eingestellt. Im Gegensatz zur Schulden- und Finanzsanierung verhandelt der Antragstellende nicht mit Gläubigern, sondern nur mit einer Instanz, der Konkursbehörde. Der Konkurs gegen sich selbst ist teuer – er kostet zwischen 3‘000 und 8‘000 Franken. Für viele Schuldner fällt aus Kostengründen der Privatkonkurs als Option zur Schuldenbereinigung weg.

Privatkredit

Beim Privatkredit handelt es sich auf Seiten der Kreditgeber um private und institutionelle Investoren, die über Angebotsplattformen „Kredite von privat zu privat“ vermitteln („Peer-to-Peer-Kredite“). Interesse an einem Privatkredit haben meistens Kunden, die bessere Zinsen, flexiblere Laufzeiten und vereinfachte Bewilligungsverfahren suchen. Dieser Kredit ist von einem „Privatkredit“ zu unterscheiden, den Banken an solvente Privatpersonen vergeben.
Bei einem „Kredit von Privat“ setzen Kreditgeber die Liquidität des Kreditnehmers voraus. Der Antragsteller muss den Kredit auch zurückzahlen können. Die Mindestsumme bei einem Kredit von privat beträgt bei den meisten Anbietern generell CHF 1’000. Die Kreditlaufzeit beginnt bereits ab 1 Monat. Die maximale Laufzeit der Kredite bewegt sich zwischen 60 und 72 Monaten, auf Wunsch auch bis zu 180 Monaten. Die Höhe der monatlichen Kreditrate hängt vom effektiven Zinssatz ab.
Wer auf Nummer Sicher gehen will und sich Kreditkosten als auch eine Bonitätsüberprüfung ersparen will, kommt mit einer Finanzsanierung besser und effizienter ans Ziel.

 

R

Rechtsvorschlag

Bei Betreibungen und Verlustscheinen haben Schuldner die Möglichkeit, einen Rechtsvorschlag zu erheben und die unrechtmässige Betreibung zu stoppen oder wenn der Verlustschein trotz Verjährung betrieben wird.

Risikoeinstufung 

Unter einen Rangbescheinigung werden Notarbestätigungen, Rangatteste und Ranggarantien bezeichnet. Dies ist eine kostenpflichtige und schriftliche Bestätigung, die ein Notar ausstellt.

 

S

SCHUFA 

Die Schufa Holding AG ist eine privatwirtschaftliche deutsche Wirtschaftsauskunftei in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft mit dem Geschäftssitz in Wiesbaden.
SCHUFA ist die Abkürzung für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“. Sie verfügt lt. eigener Auskunft „über Daten zu 67,5 Millionen natürlichen Personen und 5,3 Millionen Unternehmen.“
Die SCHUFA speichert sämtliche Daten rund um Kredit- und Leasinggeschäfte, ob Finanzierung eines Autos, Ratenzahlung von Möbeln oder Elektronikartikeln, Kauf auf Rechnung im Onlinehandel, Abschluss eines Mobilfunkvertrages. Über 9000 Unternehmen – darunter Banken, Sparkassen, Handelsunternehmen, Telekommunikationsgesellschaften nutzen die Dienstleistung der SCHUFA.

Schulden 

Schulden sind Verbindlichkeiten einer natürlichen oder juristischen Person (Schuldner) gegenüber einem Dritten (Gläubiger). Gläubiger können ihre Forderungen per Betreibung und Inkasso geltend machen. Zu den häufigsten Schuldenarten gehören Schulden bei Versandhäusern, Steuerschulden, Schulden bei der Bank (ausstehende Kreditratenzahlungen), Schulden bei Telefongesellschaften, Schulden bei der Krankenkasse (nicht bezahlte Prämienrechnungen). Viele Haushalte in der Schweiz sind überschuldet, das heisst, die finanziellen Mittel reichen nicht mehr aus, um Verbindlichkeiten und Schulden in absehbarer Zeit bezahlen zu können.
Eine professionelle Schuldenberatung in Verbindung mit einer Finanzsanierung hilft vielen Betroffenen aus ihren Schulden heraus.

Schuldenberatung 

Eine Schuldenberatung kann bei caritativen und kantonalen Einrichtungen wahrgenommen werden. Oder man entscheidet sich für eine gewerbliche, professionelle Schuldenberatung, wie sie die Firmen für Finanzsanierung anbieten. Sie übernehmen per Mandat des Kunden auch die Schuldenregulierung bei Gläubigern.

Schuldennachlass und Schuldenerlass 

Im Rahmen der von Experten durchgeführten Schulden- und Finanzsanierung wird mit Gläubigern auch über einen Nachlass bei Schulden verhandelt. Der Gläubiger trägt damit zur Ermöglichung der Zahlungsfähigkeit des Schuldners bei. Die Finanzsanierung befähigt den Schuldner, wieder Forderungen zu bedienen und einen Teil der Schulden zu begleichen. Gläubiger ziehen diese Alternative einem möglichen, drohenden Konkurs des Schuldners vor.
Einen Schuldenerlass kann das Steueramt gewähren, wenn absehbar ist, dass ein Steuerinkasso das Existenzminimum gefährden würde. Ein Verzicht von Steuerforderungen seitens kantonaler Steuerverwaltungen ist ein ziemlicher Kraftakt. Ohne juristische Hilfe ist das meist nicht zu schaffen.

Schuldenfalle 

Die Schuldenfalle ist eine wirtschaftliche Situation bei Privathaushalten, in der die Ausgaben, Aufwendungen und laufenden Kosten, die Einkünfte und Einnahmen (Lohn) übersteigen und eine Schuldentilgung somit unmöglich machen. Häufig ist die Schuldenfalle das Ergebnis einer schlechten Haushaltsführung – man gibt mehr aus, als an finanziellen Mitteln zur Verfügung steht.
Die Finanzsanierung ist eine strukturelle Lösung für die Schuldensanierung.

Schuldenregulierung

Der Begriff meint genau das, was er sagt: Schulden so zu regulieren, dass der Gläubiger zufriedengestellt ist, die liquide Situation des Schuldners zu verbessern (z.B. genügend Finanzmittel auf dem Konto zu halten), rechtliche Konsequenzen zu vermeiden (Mahnung, Betreibung, Zwangsvollstreckung), bei etwaigen Betreibungen mit dem Betreibenden zu verhandeln, Einigungen mit Gläubigern über Schuldennachlass, Zahlungsziele und Zahlungsmodi erzielen, den Schuldner professionell beraten, ihn beim Budgetmanagement unterstützen und coachen, einen Finanz- und Tilgungsplan erstellen und regelmässige Zahlungen an die Gläubiger kontrollieren.
Diese Schuldenregulierungs-Leistungen können verschuldete Privatpersonen bei Unternehmungen für Finanzsanierung abrufen.

Schuldenschnitt 

Der Schuldenschnitt oder auch Schuldenerlass ist eine Vereinbarung, die Gläubiger und Schuldner miteinander treffen. Es ist Teil einer Sanierungsmassnahme, bei der Schulden zum Teil oder gänzlich erlassen werden. Per Gesetz haben Gläubiger den Anspruch auf Rückzahlung – Schulden sind unvergänglich, und der Schuldner muss Schulden zurückzahlen. Der Gläubiger kann per Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG) das Geld eintreiben lassen – bis hin zur Pfändung.

Ist die Lage des Schuldners jedoch aussichtslos, dass mangels Vermögen nicht mit Erlösen aus einer Pfändung zu rechnen ist, bietet sich die Möglichkeit des Schuldenerlasses an (Teilbetrag oder zur Gänze). Damit kann der Schuldner sein Budget wieder ins Gleichgewicht bringen, laufenden Verpflichtungen nachkommen und zu einem späteren Zeitpunkt Forderungen bedienen. Es ist eine Kann-Optionen, meist entscheiden sich Gläubiger, die Betreibung bis zur Pfändung inklusive Verlustscheine durchzuziehen.

Unternehmen für Finanzsanierung verhandeln mit Gläubigern, der erklärten willentlichen Schuldenregulierung ihrer Mandanten den Vorzug zu geben und von Pfändungsmassnahmen abzusehen, um dem Schuldner die Aufnahme von Zahlungen an die Gläubiger zu ermöglichen.

Schweizer Kredit

Der Schweizer-Kredit ist ein Finanzprodukt Schweizer Banken, der ohne Auskunft bei der und Mitteilung an die SCHUFA vergeben wird. DEr Schweizer Kredit wird ausschliesslich an deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz in der Schweiz vergeben. Der Kreditnehmer muss ein regelmässiges und pfändbares Einkommen haben. Ein Alleinstehender mit Steuerklasse eins muss ein Mindestnettoeinkommen von 1.070 Euro und Bankauszüge der letzten sechs Monate vorweisen. Einen Schweizer Kredit können deutsche Arbeitnehmer oder Beamte beantragen, die zwischen 18 und 57 Jahre alt sind. Für deutsche Staatsangehörige aus den neuen Bundesländern liegt die Obergrenze bei 55 Jahren. Keinen Schweizer Kredit erhalten Arbeitssuchende, Selbständige, Freiberufler und Rentner. Der Antragstellende muss frei von Schulden in der Schweiz sein, und er darf keine eidesstaatliche Versicherung abgegeben haben.

Im Gegensatz zu anderen Kreditarten wird der Schweizer-Kredit bei der deutschen SCHUFA nicht registriert. Kreditnehmer nutzen damit kurzfristige und zweckungebundene Finanzierungen, ohne die eigene Kreditwürdigkeit in Deutschland zu beeinflussen. Schweizer Banken prüfen jedoch vor Kreditvergabe die Bonität. Der Schweizer-Kredit wird über ein Kreditportal im Internet beantragt. Seriöse Anbieter lassen sich an Zertifizierungen und Gütesiegeln erkennen.

Scoring / Kredit-Scoring

Stellt ein Konsument bei einer Bank einen Kreditantrag, so zieht das Finanzinstitut alle kreditrelevanten Informationen und Auskünfte von der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) heran, die über den Antragsteller verfügbar sind. Diese werden bewertet und führen zu einem Ergebniswert, den man „Score“ nennt.
Der Score zeigt an, ob der Kunde den Kredit problemlos zurückzahlen kann (Risikoausschluss). Ein regelmässiges Einkommen, laufenden Kosten und Bonität fliessen in die Bewertung ein. Der Score ist die Grundlage für die Entscheidung, ob und zu welchen Bedingungen die Bank den Kreditwunsch gewährt (z. B. Kreditsicherheiten, Zinsen, Anzahlung). Sie ergibt sich aus der Kombination aller Faktoren.

Steuerkredit 

Der Steuerkredit ist keine eigene Kreditform. Allerdings fragen immer mehr Haushalte einen Kredit wegen anstehender Steuerzahlungen an (jede vierte Kreditanfrage).
Schuldnerberatungen und Unternehmen für Kredit- und Finanzsanierung warnen allerdings davor, wegen Steuerzahlungen einen Kredit aufzunehmen. Der Steuerbürger baut damit weitere Kosten auf und gerät möglichweise in einen Schuldenstrudel. Denn was ist bei der nächsten Steuerzahlung?Steuern müssen innert 6 Monaten beglichen werden.
Versuchen Sie, für die Steuerzahlung eine Rücklage zu bilden. Stellen Sie nach Erhalt des Steuerbescheides einen Antrag auf Ratenzahlung und / oder Zahlungsaufschub, wenn der Betrag nicht voll verfügbar ist. Holen Sie sich professionellen Rat bei Schuldnerberatungen oder  sprechen Sie mit Anbietern für Finanzsanierungen.

Stornierung 

Das Schweizer Recht sieht bei Onlinegeschäften keine Rücknahmefrist oder ein anderes Rückgaberecht nach Abschluss / Bestellung vor. Anbieter wie die Unternehmen für Finanzsanierung entscheiden sich allerdings für eine entsprechende Regelung und räumen in ihren Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVBs) ein Widerrufsrecht / Stornierungsrecht ein. Der Kunde geniesst damit Konsumentenschutz.

Stundung (vorübergehende, permanente) 

Die Stundung ist ein im Nachhinein gewährter Leistungs- oder Zahlungsaufschub, ein sogenannter Fälligkeitsaufschub. Während der Stundungsdauer kann der Anspruch nicht geltend gemacht werden. Falls sich eine Bürgerin oder ein Bürger in einer vorübergehenden finanziellen Notlage befindet und beispielsweise die Steuerrechnung nicht zahlen kann, hat sie / er die Möglichkeit, ein Stundungsgesuch beinzureichen (vgl. Art. 224 StG; StB 224 Nr. 1).
Zu unterscheiden ist zwischen einer vorübergehenden Stundung; während des vereinbarten Zeitraums ist der Gläubiger zu einem vorübergehenden (zeitlich befristeten) Rechtsverzicht bereit.
Bei der permanenten Stundung wird der Schuldbetrag (in der Regel Steuern) ganz erlassen. Siehe hierzu auch Steuererlass.

 

U

Überschuldung

Der Zustand der Überschuldung ist dann gegeben, wenn die Ausgaben eines Haushalts dauerhaft die Einnahmen übersteigen und Zahlungsverpflichtungen in absehbarer Zeit nicht mehr beglichen werden können. Nicht selten endet für Betroffene diese wirtschaftliche Mangelsituation in einem Privatkonkurs. Einen Konkurs gegen sich selbst beantragt die Privatperson beim Gericht. Der Konkursrichter entscheidet über die Annahme des Antrags. Häufig lässt sich eine Überschuldung durch ein wirtschaftlich vernünftiges Haushaltmanagement vermeiden – Ausgaben senken, unnötige Kosten vermeiden, Rabatt- und Aktionsangebote in Anspruch nehmen. Es ist ratsam, frühzeitig eine Schuldnerberatung aufzusuchen und / oder sich an eine Firma für Finanzsanierung zu wenden.

Umschuldungskredit 

Die Umschuldung hat zum Ziel, die Schulden- bzw. Finanzsituation des Betroffenen zu entlasten. Zugrunde liegt ein bereits bestehendes Darlehen. Mit einem Umschuldungskredit ändert sich nicht die Höhe der Darlehenssumme. Er dient vielmehr dazu, Zinsen zu sparen oder eine höhere Tilgung zu bekommen. Man ersetzt sozusagen einen bestehenden Kredit durch einen günstigeren.

 

V

Verlustschein  

Nach Eröffnung eines Privatkonkurses werden verbleibenden Schulden in unverzinsliche Konkursverlustscheine umgewandelt. Verlustscheine belegen, dass im Konkursverfahren nicht alle offenen Rechnungen bezahlt worden sind. Mit einem Verlustschein kann ein Gläubiger den Schuldner jederzeit betreiben. Der Schuldner hat das Recht, die Betreibung mit einem Rechtsvorschlag zu stoppen. Die Eintragung von Verlustscheinen in das Betreibungsregister des jeweiligen Kantons bzw. Bezirks, in dem der Konkurs eröffnet wurde, bleibt solange erhalten, bis alle Konkursverlustscheine gelöscht wurden.

Vermittlungsgebühr

Firmen, die Kunden an unabhängige Partner zur Übernahme einer Finanzsanierung vermitteln, erheben für den Erfolgsfall – es kommt zum Abschluss zwischen Kunden und Finanzpartner – eine Vermittlungsgebühr. Es ist üblich, diese per Vorkasse zu erheben. Bearbeitung, Prüfung und Aufbereitung der Anfrage für den potenziellen Finanzpartner ist kostenfrei. Die Vermittlungsgebühr oder auch Provision ist das Erfolgshonorar für den Vermittler. Ohne ihn käme die Finanzsanierung nicht zustande. 

Vollmacht

Mit der Vollmacht erteilt der Vollmachtgeber einem natürlichen oder juristischen Bevollmächtigten ein Vertretungsrecht in rechtlichen, finanziellen oder im gesundheitlichen Bereich einen Vorsorgeauftrag (Vollmacht). Finanzsanierungskunden bevollmächtigen den Finanzsanierer in schriftlicher Form (Mandatserteilung), an seiner Statt und für ihn mit Gläubigern über einen Schuldenschnitt und Zahlungsmodi zu verhandeln. Ohne eine Vollmacht sind Finanzsanierer nicht handlungsberechtigt.

Vorkasse 

Die Vorkasse ist eine in der Branche übliche Zahlungsweise. Der Anbieter sichert damit seine Finanzdienstleistung ab – die erfolgreiche Vermittlung eines Angebotes und Finanzsanierungsvertrages. Der Kunde für die Zahlung über einen treuhänderischen Zahlungsservice in Anspruch nehmen.

 

Z

Zahlungsabwicklungen nach dem Treuhandprinzip

Die Möglichkeit der treuhänderischen Zahlungsabwicklung ist ein Service, den Vermittler für Finanzsanierung Kunden anbieten. Die per Vorkasse zu entrichtende „Vermittlungsgebühr“ oder „Erfolgsprovision“ überweist der Kunde an einen Zahlungsdienstleister. Dieser verwaltet die Zahlung bis zum ordentlichen Abschluss des Geschäfts – Zusendung der Finanzsanierungsverträge. Erst dann gibt er den Zahlungsbetrag an den Vermittler frei. Der Anbieter hat den Vorteil der Zahlungssicherheit, der Kunde den der Liefer- und Vertragssicherheit.

Zedierte Forderung

Zession bedeutet, dass ein einzelnes Recht auf eine bisher unbeteiligte Drittperson oder auf ein Unternehmen übertragen wird. In der Regel betrifft es eine Geldforderung. Zu den Parteien der Zession gehören die Person, die die Forderung abtritt (Zedent), der Schuldner, der die Forderung (debitor cessus) bezeichnet und die Person, an die die Forderung abgetreten wird (Zessionar).
Ein Gläubiger kann eine ihm zustehende Forderung ohne Einwilligung des Schuldners an einen anderen abtreten wie an eine  Inkassofirma, soweit das mit dem Gesetz (Obligationenrecht) und den Rechtsverhältnissen vereinbar ist (Art. 164 OR).
Bei der zedierten Forderung kann es sich um eine Geldforderung, Sachforderung oder Dienstleistung handeln. Die Abtretung kann sich auf einen Teilbetrag beschränken. Die Zession kann zu Kreditsicherung eingesetzt werden, wenn ein Kreditsuchender nicht per se kreditwürdig oder keine Realsicherheiten bieten kann.

ZEK Zentralstelle für Kreditinformation

Die Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) ist die schweizerische Evidenzzentrale für Bonitätsinformationen aus Kreditgeschäften natürlicher und juristischer Personen. Die ZEK registriert positive und negative Meldungen über Kredit-, Leasing- und Kreditkarteninteressenten sowie über Verpflichtungen und Bonität von Kreditnehmern, Leasingnehmern und Karteninhabern. Die in der Datenbank geführten Daten soll mit dazu beitragen, die Verschuldung von Verbrauchern verhindern.

Zahlungsaufschub / Fristerstreckung

Ist die Zahlung der Steuer, Zinsen und Kosten bis zum vorgeschriebenen Zahlungstermin mit einer erheblichen Härte verbunden, kann die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) mit dem steuerpflichtigen Bürger/Bürgerin die Erstreckung der Zahlungsfrist oder Ratenzahlungen vereinbaren.
In der Regel kann die Frist bis zur Fälligkeit der folgenden Abrechnungsperiode gewährt werden. Die Steuerverwaltungen bieten auf ihren Portalen Downloads für Fristerstreckungsformulare an. Die betreffende Person sollte das frühzeitig machen, um allfällige Mahnungen und Inkassomassnahmen zu verhindern. Wichtig: Nach der Einleitung einer Betreibung können keine Zahlungserleichterungen vereinbart werden.

In seinem Antrag muss der Steuerpflichtige angeben, weshalb er die Steuerrechnung nicht pünktlich begleichen kann. Er muss seine Einkünfte und Ausgaben sowie Kopien der Monatlichen Lohnabrechnungen der letzten vier Monate beifügen, eine Kopie vom Mitvertrag, die Kopie von der Krankenkassenpolice, Nachweis anderer Verpflichtungen. Und er muss einen Zahlungsvorschlag unterbreiten, wie er die Restschuld begleichen kann. Regelmässige Akontozahlungen sind bei dieser Vereinbarung höchst wichtig.

Zahlungsbefehl

Der Anfang der Betreibung ist die Zustellung des Zahlungsbefehls durch den Postboten oder den Betreibungsweibel. Örtlich zuständig ist das Betreibungsamt. Die Zustellung ist unabwendbar, notfalls wird sie mit der Polizei erzwungen. Der Zahlungsbefehl ist eine amtliche, kostenpflichtige Verwarnung. Ein Mahnbescheid, der mit amtlicher Hilfe zugestellt wird. Er wird zugestellt, weil eine Person behauptet, sie habe Geld von der betriebenen Person zugut.

Der Zahlungsbefehl muss alle Angaben enthalten, auf rund derer die betriebene Person erkennen kann, wer sie betreibt und worauf der Betreibende sein Begehren stützt. Die betriebene Person soll somit entscheiden können, ob sie die Forderung anerkennen will oder nicht.

Dem Empfänger bleibt der Rechtsvorschlag, um sich gegen eine Betreibung zu wehren. Vor der Zustellung des Zahlungsbefehls ist eine Mahnung oder Mahnfolge nicht erforderlich. Manche Gläubiger setzen die Betreibung als taktisches Mittel ein, um den Schuldner einzuschüchtern und zur Zahlungseile zu treiben. Mancher Gläubiger hofft, dass der Schuldner die Frist für die Erhebnung des Rechtsvorschlags verpasst. Die Betreibung unterbricht die Verjährung einer Forderung, was Mahnungen nicht tun.

Zwangsvollstreckung 

Die Zwangsvollstreckung ist die Eintreibung von Forderungen und greift, wenn der Schuldner Zahlungsfristen hat verstreichen lassen und Mahnungen ergebnislos blieben.

Das Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG) regelt in der Schweiz die Zwangsvollstreckung von Geldschulden. Es gibt zwei Verfahren: die Pfändung und den Konkurs. Nur Privatpersonen können gepfändet werden. Einzelkaufleute und Handelsgesellschaften (Aktiengesellschaft, GmbH etc.) können in der Schweiz nur auf Konkurs betrieben werden.

Im Betreibungsverfahren wird dem Schuldner ein Zahlungsbefehl zugestellt, dieser kann dagegen Rechtsvorschlag erheben und die geltend gemachte Forderung bestreiten. Erhebt der Schuldner keinen Rechtsvorschlag, kann die Betreibung entweder auf Pfändung oder Konkurs fortgesetzt werden.